
Warum Präsenz mehr ist als Konzentration
Konzentration gilt als Schlüssel zu Leistung.
Doch wer sich jemals an der Orgel oder am Klavier zu stark konzentriert hat, weiß:
Zu viel Fokus kann genauso hinderlich sein wie zu wenig.
Präsenz ist etwas anderes.

An der Orgel genügt es nicht, einzelne Bewegungen zu kontrollieren.
Zu viel Kontrolle verengt Wahrnehmung.
Präsenz hingegen bedeutet, offen und zugleich organisiert zu sein.
Der Blick weitet sich, das Hören öffnet sich, der Körper bleibt reguliert.
Neurowissenschaftlich betrachtet ist Präsenz ein Zustand integrierter Netzwerke.
Präfrontale Kontrolle tritt zurück, sensorische und motorische Integration tritt hervor.
Das Gehirn arbeitet effizienter, wenn nicht alles bewusst gesteuert wird.
Die Orgel zwingt dazu, diesen Zustand zu finden.
Wer versucht, alles zu kontrollieren, verliert den Überblick.
Wer präsent ist, behält ihn – ohne Anstrengung.
Auch im Alltag verwechseln wir Präsenz oft mit Konzentration.
Wir spannen uns an, um „da zu sein“, und verlieren dabei genau das, was wir suchen.

Die PACH-Methode unterscheidet diese Ebenen klar.
Präsenz ist der Ausgangspunkt.
Achtsamkeit vertieft Wahrnehmung.
Co-Koordination stabilisiert innere Ordnung.
Harmonie entfaltet sich aus diesem Zustand.
Präsenz lässt sich nicht erzwingen.
Sie entsteht, wenn Kontrolle nachlässt.

